Strange Events

Januar 1, 2008

Leider kann ich meinen Urlaub, der sich auf zwei Tage beschränkt nicht mit ins Jahr 2008 nehmen. Heißt, ich hatte unverhofft, ungeplant und plötzlich zwei Tage frei. Einen Tag habe ich mit krank sein und lesen verbummelt, den anderen habe ich körperlicher – schwimmen – und geistiger Ertüchtigung – der Ausstellung „Strange Events Permit Themselves the Luxery of Occurring“ gewidmet.

Das Camden Arts Center bittet immer wieder Künstler Ausstellungen zu kuratieren. Diese wurde von Steven Claydon zusammengestellt (?) Das sagt jetzt warscheinlich keinem was, ausser unter euch befindet sich ein geheimer Kunstexeperte, mir sagt der auf jeden Fall nix und ausser aus dem Katalog zu zitieren, wuesste ich auch nix spannendes zu erzählen: Claydons Auswahl demonstriere seine Faszination für das Kunstobjelt und die Art der Darstellung, die Beziehung zur Institution die das Objekt inszeniert.
DAS klingt doch super und gehört zu den Dingen die ich selber spannend finde und versuche zu hinterfragen, wenn ich eine Ausstellung besuche. Dem entsprechend hoch, waren meine Erwartungen. Am Ende war es diverse Exponate deren Zusammenhang sich mir nicht erschließen, eher so was wie die Lieblinge des Kurators, aber kein Roter Faden. Etwas ist mir im Gedächtnis geblieben: ein achtminütiger Film über ein Möbelstück, genauer gesagt ein Bücherregal aus den 80er „Carlton“ von Simon Martin. Schräges Ding und selbst mit meinem Fabel für 80er nicht umbedingt etwas, dass ich mir in die Wohnung stellen würde. Faszinierend ist das man 8 Minuten etwas über ein Regal erzählen kann, was weder in einen nervigen kunsthistorisch elaborierten akademischen Exkurs ausartet, noch balangloser Beschreibung gleicht. Schön auch, wie erst nur einzelne Elemente gezeigt werden, die Kamere jeden Winkel abfährt und dann am Ende das ganze zeigt.
Carlton

Carlton

Carlton

Nach diesen 8 Minuten, habe ich kurz darüber nachgedacht, wie meine Wohnung aussehen müsste, um ein solches Regal zu beherbergen.

Ach und hier noch was von Jenny Holzer, die ich eh mag und die mir immer eine Regung entlockt.

Jenny Holzer

In diesem Sinne möge die nächste die Freilicht-Saison kommen.

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