13TERSHOP

März 25, 2008

von Florian Thalhofer und Kolja Mensing
Never judge a book by its cover! Mache ich eigentlich immer und fahre damit ziemlich gut.

13TERSHOP

Als Jugendlicher habe ich in einem Supermarkt gearbeitet und nun willl ich wissen, was die beiden 31 Tage im Roland Center erlebt haben, wenn sie getroffen haben und wer ihnen welche Geschichte erzaehlt hat.

Was zu erst: Buch oder CD? Auf Grund meiner verhunzten Aufnahmefähigkeit entscheide ich mich zu für die CD. Ganz faul, kann ich dabei aber auch nicht sein – ich muss mich selber durchs klicken. Die einzelnen Interviews sind in kleine Sequenzen zerteilt, immer eine Antwort.

Die CD sind die Stimmen der Menschen im Einkaufzentrum, derer dir dort Arbeiten oder derer die dort Shoppen und derer die dort Shoppen möchten, aber nicht können.
Die Texte sind die Stimmen der Beobachtunger, der Autoren.

Warum mir 13TERSHOP gut gefällt?
Weil es mich wieder daran erinnert, das Schöhnheit im Auge des Betrachters liegt.
Weil ich das Cover schön finde.
Weil es so schöne Sätze wie diesen zu lesen gibt „Wir öffnen die Tür unseres Wohnwagens. Die aufgehende Sonne spiegelt sich in der getönten Fensterfront des Dänischen Bettenhauses gleich gegenüber, und für einen kurzen Moment scheint das der perfekte Anfang für einen Tag zu sein.“
Weil ich am Ende der Lektüre das Wort schön, ziemlich kompliziert finde.
Weil ich jetzt weiß, dass ich den Real Markt an der Typografie der Preisschilder erkennen kann.Weil ich in Minden aufgewachsen bin.
Weil ich wie Florian Talhofer, immer wollte, dass mich die Bedienung wieder erkennt und als mich die Bedienung wieder erkannt hat, bin ich in eine andere Stadt gezogen bin. Da war ich dann eine Zeit lang Bedienung und habe mir versucht Gaeste zu merken und was sie gerne trinken.
Weil es mich daran erinnert, wie ich als Kind mit meinem Vater in den Supermarkt gegangen bin. Er hat mir dann die Liste in die Hand gedrückt und wenn ich alles in meinen Wagen geladen habe, habe ich ihn am Zeitschriftenstand abgeholt. Dann hat er mir das Portemonnaie gegeben und ich habe bezahlen dürfen, wie ein Erwachsener.
Weil ich das Buch gelesen habe, ohne Pause zu machen und ich mich doch so schlecht auf eine Sache konzentrieren kann.

13TERSHOP
Florian Thalhofer & Kolja Mensing
Buch & DVD-Rom.
Soundtrack von Jim Avignon
Hardcover, 80 S. farbig, 90 Min.
15,90 €
ISBN 978-3-938539-07-1
Mairisch Verlag

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ITB

März 21, 2008

Messe ist Messe und darum muss ich hier auch garnicht mit grossen Beschreibungen langweilen. Ich habe ein paar Kuriositäten im Bild festgehalten – Viel Spass!

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Das Land Baden-Württemberg stellt sich vor!

Heidi Caffee

Schweizer Caffee-Spezialitäten

Ohne Worte

Serviette, die mir zu einem Italienischen Caffee gereicht wurde

Frauentag

Frauentag auf der ITB

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Diese beiden Fruehsportler sind mir jeden Morgen auf dem Weg zur Messe begegnet, wie sie Runde um Runde um den leeren Teich drehen.

SES

Februar 20, 2008

steht für Search Engine Strategie – ein Kongress bei dem es sich alles um das Suche und Finden dreht. Viele Menschen sind dort, um zu lernen, wie man die Leute findet die einen Suchen, andere sind da, um Leute zu suchen, die gerne gefunden werden wollen.

Ich gehe aus diversen Gründe gerne auf Konferenzen und Kongresse: Wissen, Essen, Staunen.

Wissen! Der Informationsgehalt war hier ziemlich hoch, aber damit will ich hier jetzt nicht langweilen.

Essen! Muss ich hingegen sehr bemängeln. Pfui wenn ein Ticket über 1000 Pfund kostet, dann hätte ich gerne Nachmittags nen Kaffee, kein Sandwich zum Mittag, warme Mahlzeit war nicht im Budget in begriffen. (Das Ticket hat natürlich mein Arbeitgeber spendiert)

Stauen! Darüber das es eine ganze Industrie, also eine beträchtliche Menge von Menschen (in diesem Fall 400) gibt, die sich den ganzen Tag den Kopf zerbrechen, wie man sich Suchmaschinen zu nutze macht. Das ganze ist n bisschen wie das Hasen und Igel rennen. Die Suchmaschine ändern ihren Algorithmus und die anderen versuchen, die Informationen den Suchmaschinen so schmackhaft wie möglich zu machen. Und dann ändern die Suchmaschinen wieder irgendwas, weil irgendwer rausgefunden hat, wie man sie austricksen kann. Der eine ist immer schon da!

Beim Sandwich mümmeln habe ich dann die Bekanntschaft des Google Brand Evangelisten (Amis haben immer so fancy Berufsbezeichnungen) gemacht. Der ein großer Hanuta und Edle Tropfen Fan ist.
Hach in zwei Wochen fahre ich nach Berlin und dann werde ich mir beides zu Gemüte führen. Übrigens hat Hanuta ’ne ganz kurzweilige Internetseite. Da kann man im hazelwood forest sein Geschick beim Bogenschießen zeigen.

Messy Man?

Februar 13, 2008

Und noch mal – die unternehmerischen Aktivitäten nehmen kein Ende.
Gestern waren wir in der Mittagspause im Sir John Soane’s Museum. Das war ein Englischer Architekt und Sammler (1753 – 1837). Gesammelt hat er, was eigentlich, alles? Antike Tonklumpen, Bücher, Bilder, Skulpturen – Genug um damit zwei Victorianische Wohnhäuser voll zu stopfen. Gelebt hat er zwischen all diesen Dingen, geputzt haben, wird wohl jemand anders… Die Ausstellungsstücke haben mir nicht umbedingt ahs und ohs entlockt – alles bunt gemixt, nicht besonders kurios und leider auch nicht beschriftet. So kann ich auch gar nicht sagen, wer dieses schlafende Fräulein ist.

Die Schlafende

Der war bestimmt n ziemlicher Kauz und frage mich gerade wie ihn wohl seine Zeitgenossen gefunden haben. Ich fand die Büchersammlung spannend, da gab es zum Beispiel den „Fugger News-Letter“ von 1685.

Ich lese immer noch an Jane Austen rum und nun kann ich mir vorstellen, wie die Häuser aussahen, die zu dieser Zeit belebt wurden, wenn man sich den ganzen anderen Kram weckdenkt.

P.S.
Eine ganz reizende Idee, Besucher davon abzuhalten sich auf Exponate zu setzen – Man lege eine stachelige Frucht drauf – Autsch!Watch your ass

 

Aus dem Häuschen

Februar 10, 2008

raus aus dem Häuschen, die Sonne strahlt und wärmt mir den Arsch. Und in nicht all zu ferner Zeit, werde mich wieder auf zwei Rädern bewegen. Deswegen bin ich auch gerade mächtig aus dem Häuschen.
Der Stadt stinkt’s und deshalb sollen die Leute anfangen mit dem Rad zu fahren, vielleicht damit zur Olympiade alle knackige Hintern haben und es nur noch Sportlerschweiß stinkt, aber nicht nach Abgasen.
„Ride to work“ heißt eine Maßnahme. Meine Firma kauft ein Fahrrad zum halben Preis, den Rest zahlt die Stadt und ich zahle dann ein Jahr lang dieses Rad ab, wird mir direkt vom Gehalt abgezogen, super Konzept, oder? Und das Fahrrad darf ich mir aussuchen, muss zwar ein bestimmter Laden sein, mit dem diese Deals funktionieren, aber sonst darf ich mir einen Drahtesel nach meinem Geschmack aussuchen. Da werde ich morgen in der Mittagspause, gleich mal Probe reiten.

And the winner is…

Februar 9, 2008

Eine weitere Episode aus der englischen Arbeitswelt: Gestern wurde wieder ein treuer Mitarbeiter für seine Dienste im Namen des Unternehmens ausgeszeichnet. Ich habe da immer noch ein grundsätzlich gespaltenes Verhaeltnis.
Vielleicht weil, dass ein weiterer willkommener Anlass für die Chefs dieser Welt ist, sich als Patriat zu fühlen und eine kleine Rede zu halten.
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Naja aber ich kann auch nicht leugnen, dass ich mich über die Auszeichnung für meinen Teamleader sehr gefreut habe.
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In England wird Mitarbeitermotivation oft durch Wettbewerb betrieben, ueberall sind Tafeln, wo sich die Mitarbeiter vergleichen können und es gibt immer Ziele zu setzen und zu erfuellen und wenn man das schafft, wird man mit einem Bonus beschert. Sozial finde ich das nicht, aber Unternehmen sind ja auch kein Ponyhof.

Ach ja alkohlische Getränke auf Kosten des Hauses sind natürlich ein fester Bestandteil dieser Zeremonie.

Schnurrrrr

Januar 21, 2008

Einmal im Moment kommt uns Susi besuchen. Hostelbookers kuemmert sich nicht nur um intellektuellen Ausgleich sondern unterstuetzt das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter, mit einer Massage. Eine halbe Stunde lang wurde ich am Freitag nach allen Regeln der Kunst von Susi  durchgewalckt.

Jetzt sitze ich angestraengt aufrecht vor meinem Rechner, voller guter Vorsaetze was meine Koerperhaltung betrifft. Also: Bauch rein, Brust raus!